Opture

Integration der Risikodimension in Planungs- und Entscheidungsprozesse

Das Ziel eines unternehmensweiten Risikomanagement- und GRC-Systems ist generell die zukunftsorientierte und optimale Unternehmenssteuerung unter Risiko- und Rendite-Gesichtspunkten. Um dieses Ziel zu erreichen, hat die Opture AG das Opture® Risikomanagement System als quantitatives Tool entwickelt und um zukunftsorientierte Entscheidungen zu unterstützen. Die meisten Managemententscheidungen bezüglich Strategie, Investitionen, und Projekten beziehen sich auf die Zukunft und enthalten somit Unsicherheiten über ihren Output. In der Finanz- und Unternehmenswelt haben diese Unsicherheiten einen Preis (z.B. Risikoprämien, Optionspreise), der bei der Entscheidungsfindung berücksichtigt werden sollte. Alleine die Berücksichtigung von Unsicherheiten optimiert noch keine Entscheidungen (z.B. Risiko-Rendite), führt aber häufig zu neuen profitableren Alternativen. Das Opture® System hilft Entscheidungen unter Unsicherheit zu identifizieren, zu quantifizieren, zu bewerten, zu preisen und zu optimieren.

Im Rahmen operativer und strategischer Entscheidungsfindungsprozesse ist es wichtig zu wissen, wie riskant und volatil die geplanten Ergebnisse sind (z.B. geplante Gewinne oder Investitionen). Innovative Vorstände und Geschäftsführer berücksichtigen nicht nur die Ergebnis-Kennzahlen (z.B. Gewinne, Kosten, EBIT, Cash Flow, ROI, EVA) als Key Performance Indicators (KPI), sondern inkludieren auch die Risikodimension in die Planungsprozesse (Risikokennzahlen, Key Risk Indicators (KRI)), um die Risiko-Rendite-Position ihres Unternehmens und/oder deren Geschäftseinheiten zu optimieren. Diese Erträge, generiert durch zusätzliche Erträge aus Diversifikationseffekten (vergleichbar mit Aktienportfolios, die für gewöhnlich höhere Gewinne mit geringerem Risiko haben als Einzelaktien, gemäss der modernen Portfoliotheorie von Markowitz) decken versteckte Risikoprämien auf, die ansonsten akzeptiert würden, ohne Quantifizierung und ohne Genehmigung. Zusammen geben sie präzisere Vorhersagen über zukünftige Netto- (risikoadjustierte) Gewinne oder Barwerte (Net Present Values - NPV) ab.

Risikocontrolling und Risikomanagement sind die Grundpfeiler eines professionellen unternehmensweiten Risikomanagements. Das Risikocontrolling integiert die Risikodimension in die Planungs-, Entscheidungs- und Monitoringprozesse zur Generierung der risikoadjustierten Gewinn- und Verlustrechnung, Risikokennzahlen und optimierten Risikosteuerungsmassnahmen. Basierend auf den risikoadjustierten Kennzahlen optimiert das Risikomanagement die Risiko-Rendite-Position (z.B. Efficient Frontier, Portfoliooptimierung) und Entscheidungen unter Unsicherheit (z.B. risikoadaequate Strategie, Investititonen, Ressourcenallokation).

Die Berechnung von Risikoerwartungswerten (Eintrittswahrscheinlichkeit x Schadenshöhe) ist nicht das primäre Ziel von Risikomanagement, weil die Risikoerwartungswerte lediglich die Planwerte (z.B. Umsaetze, Ergebnisse) mit erwarteten Mittelwerten adjustieren. Risikomanagementkennzahlen wie VaR, CFaR, Erwarteter Verlust, Quantile, etc. detaillieren die Form der Wahrscheinlichkeitsverteilung (Probability Distribution - PD) und charakterisieren damit das volle Spektrum aller möglichen (nicht generell erwarteter, nicht durchschnittlicher) Ergebnisse. Risikoaggregation beinhaltet das volle Spektrum aller möglichen Ergebnisse aller individuellen Risiken und liefert eine konsolidierte Wahrscheinlichkeitsverteilung mit Risikokennzahlen für alle assoziierten Konsolidierungsebenen, z.B. von Unternehmens- einheiten.

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