Risikocontrolling geht weit über die Risikodokumentation und die Berechnung von Risikoerwartungswerten hinaus

Inhalte: Risikocontrolling löst die folgenden Probleme
Das Risikocontrolling System der Opture AG geht weit über die Dokumentation von Risiken hinaus. Fragestellungen, die vom Risikocontrolling beantwortet werden, sind:
- Wieviel Risiko ist im geplanten Umsatz / Cash Flow / Ergebnis enthalten?
- Welches sind die Top Risiken (und Risikobuendel) und welches sind die entsprechenden Steuerungsmassnahmen?
- Wird das Unternehmen durch verborgene interne und / oder externe Risiken geschwächt (z.B. Einzelrisiken, Risikobündel, Risikotreiber)?
- Sind Liquidität, Einkommen und Vermögen mit volatilen Risikotreibern korreliert (z.B. Sensitivitäten)?
- Wie hoch ist die Eintrittswahrscheinlichkeit, um den geplanten Mindest-Cash-Flow zu generieren?
- Bestehen im Unternehmen oder in einer Geschaeftseinheit Risikobündel (= korreltierte Risiken, die gleichzeitig eintreten mit existenzgefährdender Schadenshöhe)?
- Welches sind die Risikodiversifikations- und Konzentrationseffekte auf den verschiedenen Konsolidierungsebenen des Unternehmens?
- Sind die Risikopositionen auf allen Unternehmenebenen konsistent und optimiert bezüglich des Risikoappetits des Gesamtunternehmens?
Zielsetzung: Integration der Risikodimension in die Planungsprozesse und KPIs
Die Ziele des Risikocontrolling sind:
- Identifikation und Quantifizierung des in der Planung immanenten Risiko-Exposures.
- Reduktion der Volatilität in den Planzahlen (z.B. Reduktion der Ergebnisvolatilität).
- Identifikation existenzgefährdender bzw. bestandsbedrohender Risiken.
- Optimierung der Steuerung von Risiken, Risikobündeln und Risikotreibern.
- Generierung einer Datenbasis für risikoadjustierte / risikoadäquate Entscheidungen.
- Generierung einer GuV / Erfolgsrechnung auf Ebene der Holding, Geschäftseinheiten, Beteiligungsgesellschaften unter Risiko-Rendite-Aspekten.
- Berechnung unerwarteter Verluste / Gewinne und deren Eintrittswahrscheinlichkeiten.
- Definition von Risikotragfähigkeit und Risikolimits.
- Frühwarnsystem für interne und externe Risiken, sowie Risikotreiber und deren Auswirkungen auf die Key Performance Indikatoren.
Problemstellung: Stolpersteine im Risikocontrolling
Eine umfangreiche Marktstudie Unternehmensweites Risikomanagement und seine Integration in das operative Geschäft, gesponsert von der Opture AG, identifizierte einige in der Praxis häufig anzutreffenden Probleme im Risikocontrolling:
- Konventionelle Addition der Risiken (Resultat: Überbewertung der Risiken, da keine Diversifikationseffekte berücksichtigt werden).
- Fehlende oder unzureichende Risikoaggregation (Resultat: Unzureichende Risikokonsolidierung; falsche Berechnung der Risikokennzahlen).
- Null-Eins-Reduzierte Korrelationen (Resultat: Über- und/oder Unterbewertung der Risiken; unberechenbarer Fehler in den Risikokennzahlen).
- Unrealistische Verteilungsfunktionen (Resultat: falsche Risikokennzahlen, inbesondere Unterbewertung von Extremereignissen, schwere Fehler bei der Berechnung des Value-at-Risk, Expected Loss und der Quantile).
- Unkorrekte Zeitabhängigkeit der Risiken (Resultat: falsche Risikokennzahlen, wenn über längere Zeiträume gerechnet wird, z.B. für Projekte).
- Verwendung von Standard Monte Carlo Simulatoren (Resultat: der Mangel an Präzision / Leistung führt zu schweren Fehlern bei der Berechnung des Value-at-Risk, Erwarteter Verlust und der Quantile).
- Fehlen von Risikomodellen (Resultat: unkorrekte Aggregation verschiedener Risikotypen führt zu schweren Fehlern bei der Berechnung von Risikokennzahlen, wie des Value-at-Risk, Erwarteter Verlust und der Quantile).
- Verwendung von Erwartungswerten fuer das Risikomanagement (Resultat: Risikoerwartungswerte sind keine Risikokennzahlen, sie adjustieren lediglich die Planzahlen mit Erwartungs- oder Mittelwerten und berücksichtigen nicht das volle Spektrum aller möglichen (in der Regel nicht erwarteten, nicht gemittelten) Ergebnisse; Risikoreduktion und -steuerung auf Basis von Mittel- oder Erwartungswerten ist kein Risikocontrolling).
- Unvollständige quantitative Risikodaten (Resultat: unkorrekte Konsolidierung der Risiken; qualitative oder unvollständig quantitative Risikodaten können nicht die Basis fuer Aggregation oder Simulationen darstellen; Risiken müssen zumindest mit Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe quantifiziert werden).
- Monitoring individueller Risikodaten (Resultat: unkontrollierte reale Risikopositionen; auch bei konstanter / unveränderter Risikodatenbank kann sich die Risikoposition ändern, z.B. aufgrund von sich verändernder externer Risikotreiber).
Lösungen: Korrekte Risikoergebnisse erfordern fortgeschrittene Risikomodelle mit präziser Risikoaggregation
Die Funktionalität und Qualität des Risikocontrollings hängt von vier Basisgrössen ab, die auch Grundlage der Opture® Risikomanagement Software sind:
- Risikoerhebungsmethoden (vollständig quantitative Risikodatenbank, erfahrene Risk Profiler, kohärente szenariobasiertes Profiling).
- Professionelle Risikomanagement Modelle (verschiedene Risikotypen, um Risikoereignisse und Marktfluktuationen abbilden zu können, einschliesslich der Interdependenzen / Abhängigkeiten und konsistente mathematische Modelle).
- Korrekte Risikoaggregation (erfordert einen hoch leistungsfähigen und hoch präzisen Monte Carlo Simulator).
- Effiziente Softwarelösungen (kundenfreundliche und intuitiv bedienbare Benutzeroberflächen, kompatibel mit dem Unternehmensumfeld).
Fortgeschrittene Risikomanagement Modelle mit Risikoaggregation (basierend auf Simulationen) sind erforderlich, um korrekt konsolidierte Risikoergebnisse zu erhalten. Die Berechnung von Risikoerwartungswerten (= Schadenshöhe * Eintrittswahrscheinlichkeit) alleine kann nicht die Basis für ein professionelles Risikocontrolling oder Risikomanagement sein. Ein Risikoerwartungswert adjustiert lediglich den Planwert und sagt nichts über Volatilitäten oder Wahrscheinlichkeiten aus, d.h. er berücksichtigt nicht das vollständige Spektrum aller möglichen Szenarien, die den Value-at-Risk, Erwarteten Verlust, etc. bestimmen. Auch eine ungenaue Risikoaggregation kann leicht zu grossen Fehlern bei der Berechnung von Risikokennzahlen führen, die sich auf extreme Ereignisse beziehen, wie z.B. den Value-at-Risk und den erwarteten Verlust.
Ergebnisse: Basis für eine risikoadjustierte Planung und optimale Risikoreduktion
Das Risikocontrolling generiert die Basisdaten für eine optimale Risikoreduktion und bildet die Grundlage für das Risikomanagement. Die Ergebnisse des Risikocontrollings sind:
- Risikoadjustierte Gewinn- und Verlustrechnung und Bilanz fuer die Holding und einzelne Geschäftseinheiten.
- Risikokennzahlen (z.B. Sigma, VaR, CFaR, EaR, RaC, RAROC, RORAC, erwarteter Verlust, Quantile, Wahrscheinlichkeitsverteilungen).
- Diversifikationeffekte, Konzentrationseffekte und Risikobündel (= korrelierte Risiken, die gleichzeitig auftreten, mit existenzgefährdender Schadenshöhe).
- Konzentrationen, Kontributionen und Sensitivitäten von Risiken und Risikotreibern.
- Risiko-Ranking und Risikomatrix.
- Optimale Risikosteuerungsmassnahmen fuer Einzelrisiken und konsolidierte Risiken auf Unternehmensebene.
- Bandbreiten für das Limitsystem.
- Monitoring der zeitlichen Entwicklung verschiedener Risikokennzahlen fuer Einzelrisiken, Risikoportfolios, Risikotreiber, risikoadjustierte GuV-Positionen, etc.

